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...wow. Den ganzen Tag über begleiten mich abertausende Gedanken, von denen ich denke, dass ich sie überaus-unbedingt aufschreiben muss. Jetzt sitze ich vor meinem PC, mit frisch eingerichtetem nagelneuem Blog und was jetzt?!

Das einzig Produktive, was meine Finger tun könnten, wäre etwas, dass man sich am besten schon als Kleinkind abgewöhnt - Nase bohren.

Naja, immerhin ist durch diese äußerst wichtige Erkenntnis, die ich nun niedergeschrieben habe, mein Blog ein wenig gefüllter.

Ich kann`s wirklich nicht verstehen, was ist mit mir los?!

 
Öh ... Einleitung?

Was soll man da schon groß einleiten. Es ist ein Blog und jeder Mensch, der meine Seite lesen wird, weiß auch, was ein Blog ist. Also, fällt diese Erklärung schon einmal weg.

Puh... warum schreibe ich?!
Weil es mir Spaß macht. Es ist toll zu schreiben. Ich mochte es schon immer. Das merkt man auch. Wenn man auf meine Schreibhand guckt. *g Ich habe seitdem ich schreiben kann, schon soo viel geschrieben, dass mein Mittelfinger durch einen "Knubbel" charakterisiert wird. Er kommt davon, dass ich Stifte beim Schreiben so fest an eine bestimmte Stelle des Fingers gedrückt habe - anders kann ich nicht schreiben, Standard-Stifthaltung, halt -, dass da jetzt ein Knubbel ist. Hornhaut oder sowas.
Meine Mum hat ihn auch. Mein Bruder auch. Wir sind eine Schreibknubbelfamilie. Aber der Knubbel meines Bruders und meiner Mutter ist viiel kleiner, weil mein Bruder nicht gerne und deswegen auch nicht viel schreibt und meine Mum halt ihren Schreibkram auf der Arbeit mittlerweile fast ausschließlich am PC erledigt.

Schreiben ist ein tolles Ventil! Wenn man etwas Tolles erlebt hat, dann ist es so sau schön, es aufzuschreiben, weil durch jeden formulierten Satz die Erinnerung belebt wird - inklusive Hochgefühle!
Ach, und Wut lass' ich natürlich auch gern ab. Am liebsten reg' ich mich über Arschlöcher auf. Gibt viele davon, überings!
Ich mag es mich aufzuregen, weil ich danach immer so extrem entspannt bin. *g
Ja, manchmal sind nicht nur die anderen Arschlöcher, sondern auch ich. Und oft bin ich es gerne - wie und warum, werdet ihr mit Sicherheit feststellen. Zu 90% bin ich nämlich ein gerechtes Arschloch ... okay, sagen wir 70%!
Über extrem doofe Dinge rede ich eigentlich kaum mehr. Ich habe in den letzten Monaten die Entwicklungsphase erleben dürfen, die mir klar gemacht hat, dass keiner ein leichtes Leben hat, aber man das Leben trotzdem lenken kann. Das Leben ist nur schlecht, wenn du es als schlecht empfindest. Deswegen will ich immer so positiv wie möglich denken. Natürlich gelingt mir das nicht auf so eine Ebene, dass ich mich jetzt an irgendwelche großen Leute wenden und behaupten könnte, ich habe die totale Erleuchtung gefunden bzw. das Rezept des immerwährenden positiven Denkens.
Wer weiß, wie lange meine Phase noch hält oder wie sie sich noch weiterentwickelt.
Und wer weiß, über welche kotzigen Sachen ich in Zukunft vielleicht doch noch schreiben werde. Aber im Großen und Ganzen ist meine Einstellung eigentlich, dass es genug Trauriges zu sehen, hören und zu lesen gibt.
Von daher...

Jup, super Einleitung, Anna ... Bescheuert, was schreib' ich eigentlich?!
Eine gewohnte Frage meinerseits, außer dass vielleicht manchmal situationsbedingte Abweichungen der Formulierung auftreten - wie in etwa "Bescheuert, was denk'[oder sag'] ich eigentlich grad?!"

Aber im Prinzip ist es eigentlich immer dasselbe mit mir.
Besonders zur fortgeschrittenen Stunde.

7.9.08 01:58


Ich bin zu zweit! Ganz ohne Schizophrenie - Magie?!

Tada! Hier bin ich - nach tagelangem Nicht-Einloggen hat mein Gesäß sich doch lieblicherweise dazu überwunden, den PC mal außerschulisch zu benutzen, um sich in das Universum der biografischen Erzählung zu begeben.
Und warum so früh morgens?
Statt in der Schule sitz' ich halt zuhause.

Schwänzen? Nee. Krank? Eigentlich dauerhaft oder chronisch, wie man's nennen will. Der Stress überrollt mich grad', was meine Krankheit motiviert sich an mir auszulassen. Achso, damit wir nicht ständig dieses doofe, dramatisch angehauchte Wort "Krankheit" benutzen müssen, dachte ich mir bereits vor langer Zeit (ca. 2 Jahren?) einen niedlichen Spitznamen aus: Morby.
Ich find' den Namen ganz gut. So könnte mein Hausschwein heißen. Meine Schildkröte nicht, die heißt Koerky.

Zurück zu meinem Mitbewohner. Ich habe beschlossen, Morby nicht zu hassen. Schließlich müssen wir uns meinen Körper ein Leben lang teilen und uns daher irgendwie miteinander arrangieren.
Ich hab' ihm nun ganz kameradschaftlich einen Mietvertrag angeboten - naja, er hätte ja so oder so hier gewohnt, aber ich wollte, dass er sich hier aufgenommen fühlt.
Warum?
Ganz einfach. Wenn er zufrieden ist, "voll gechillt" und so, dann lässt er mich in Ruhe. Wenn ich ihn nerve, rebelliert er. Also, müsst ihr zugeben, hättet ihr doch dasselbe mit ihm gemacht, oder?
Loswerden kann ich ihn ja eh nicht.
Ob wir dicke Freunde werden, wage ich zu bezweifeln, aber ich tu' zumindest so.
Jaha, ich verarsche ihn. Bin ich nicht böse?!

Also, eigentlich ... wenn ich mich vorstelle, muss ich ja auch ein bisschen etwas über ihn erzählen.
Er ist schließlich ein Teil von mir.
Naja, eigentlich ein Teil meines Darms
- genauer gesagt, nimmt er ca. 6 cm meines Darms ein.
Ziemlich mickrig, was? Ist auch gut so.
Aber: Kleine Hunde bellen laut.
Und das passt auch auf ihn. Er hat Temperament und seinen eigenen Kopf, auch wenn ich mich oft frage, wie das geht. Er hat schließlich kein Hirn. (Vielleicht benutzt er einfach ganz dreist meins mit?! o.o)
Naja, jedenfalls war er vorher ein Schwarzmieter ... gibt's das Wort? xD
Aber er war ziemlich dumm, muss ich sagen!
Durch die Verwüstung seines Wohnraumes, die mir natürlich aufgefallen ist, wurde er im August 2006 enttarnt.
Als ich von ihm erfahren hab', war ich einfach nur erleichtert,
dass Morby einfach Morby war und nicht irgendwer anders.
Schließlich gibt's immer Schlimmeres, nich'?

Aber eigentlich kam meine Erleichterung zunächst auch erst mal nur zustande, weil ich gar nicht wusste, wer Morby ist.
Er kann ziemlich fies sein. Und das war er auch. Aber eigentlich nur, weil ich nicht wusste, wie man mit so jemandem umgehen muss.
Na gut, weiß ich immer noch nicht ganz. So wie jetzt - in den letzten Tagen hat der kleine Scheißer (Scheißer passt gut ... Assoziation Darm[-ende] und so... Jetzt muss ich erst mal meinen Lacher loswerden, bevor ich wieder weiterschreiben kann...Moment...so! Bin natürlich nicht pikiert, wenn ihr meinen Gedankengang jetzt noch nicht nachvollziehen könnt. Werdet ihr dann vielleicht später. ) mich ziemlich über's Ohr gehauen.
Und wieso? Weil ich ihm Grund dazu gegeben habe. Von Schule, Fahrschule und anderen Dingen, hab' ich mich ziemlich stressen lassen.
Stress ist seine Lieblingsspeise. Auch wenn ich's nicht nachvollziehen kann. Ein tolles Mayo-Tomaten-Käse-Sandwich find' ich persönlich viel besser. Da hat man mehr im Magen. Naja, 'n eigenen Magen hat Morby ja auch nicht. Der Arme.

Okay, zurück zu unserer Kennenlern-Geschichte.
Nachdem ich wusste, dass Morby nun unbedingt bei mir wohnen und mein Freund sein wollte, brach' ihn mir der Wahn aus, mich über ihn zu informieren. Also, hing ich lange Zeit Tag und Nacht im Internet - nachdem ich mit Broschüren überhäuft aus dem Krankenhaus zurückkam.
Den ganzen medizinischen Kram, lass' ich hier mal außen vor. [Wer ihn lesen möchte, gibt einfach bei "google.de" das Suchwort "Morbus Crohn" ein - fertig.]

Jedenfalls, muss ich zugeben, hat er mich natürlich irgendwo ziemlich deprimiert - obwohl ich dieses Thema ja hier meiden wollte, aber keine Angst, ist gleich vorbei.
Er hatte sich nämlich den absolut blödesten Zeitpunkt ausgesucht bei mir einzuziehen. Denn es gab schon mindestens ein halbes Jahr vorher so einige Dinge, die mich ziemlich runterzogen und auch stressten - was ihn natürlich umso mehr veranlasste, oder sogar Hauptanlass war, mich als seine Zukünftige zu erwählen (da erwählt mich schon einer und vergisst das traditionsgemäße "Um-die-Hand-der-Frau-Anhalten"? Wie gemein! Aber ich bin ja noch jung.).
Als er, noch unerkannt, seine Wohnung verwüstete und ich gar nicht wusste, was da in mir abging, ging ich auch nicht mehr in die Schule (hatte natürlich auch noch andere Gründe). Auch nach der Diagnose alias Mietvertragsunterzeichnung hatte ich Angst, ja Angst, vor der Schule.
Und so kam's halt, dass ich und Morby zusammen (Wie auch anders? Getrennt?
!) für fünf Wochen in ein "nettes Häuschen" namens psychosomatische Reha-Klinik kamen, um uns anzufreunden. Hat nicht so ganz geklappt. Die Therapeuten und Ärzte, die sich um uns kümmern sollten, waren ja teilweise depressiver als ich oder dauerhaft im Urlaub.

So kam's halt dazu, dass wir sozusagen in eine ambulante "Ehe-Therapie" gingen. Naja, für die nette Therapeutin war eigentlich eher das Hauptziel, dass wir wieder in die Schule gehen. Hat sie auch geschafft.

Nach einem Jahr Fehlzeit in der Schule, bin ich also wieder da - hey, und es klappt gut! Viel besser als gedacht. Ist das nicht was?
Also, wenn das mal kein Grund ist positiv zu denken!

So soll Morbies und meine Geschichte alles andere als deprimierend sein! Ist sie auch eigentlich gar nicht. Find' ich. Es gibt viel Positives daran. Da Morby einfach zu mir gehört, werdet ihr sicherlich noch von diesen positiven Dingen lesen.

Jetzt verabschieden wir uns erst mal.
Schule ruft.
9.9.08 10:11


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